Erik Baron & D-zAkord – 58′

ERIK BARON, der sich einen Alchimiste Sonore nennt, hat mit D-ZAKØRD (DésAccordes) ADN sein Dröhnwerk 58′ geliefert (DNN 027 C): 5 Bässe! 7 Gitarren!! Ein Klangbeben durch Feedback oder Bowing, in Schüben, manchmal wie ein summender Männerchor, manchmal wie rauschendes Donnerblech, manchmal wie dunkle elektronische Schlieren oder ein unheimliches Fauchen. Dazwischen immer wieder Stille, aus der der Sound dann wieder hervorquillt, ganz leise oder als verhaltenes Wummern. Doch nach einer 3/4-Stunde auf einmal wehmutsvoll wie mit Cello oder sogar orientalischem Anstrich. Vorausgegangen sind „Cordeyades“ (2003), Terry Rileys „In C“ (2005), Jannick Tops „De Futura [Hiroshima]“ (2007) und „73′“ (2020), mit noch Drums, Gongs, Singing Bowls, Voice. Obwohl Baron auch schon rauere Saiten aufgezogen oder Dröhnstoff von Art Zoyd, Thierry Zaboitzeff und Kasper T Toeplitz mit angestimmt hat, übt er, wenn es nach ihm geht, mit gebremstem Schaum meist nur denkbar sanften und fein dosierten Druck aus.

Rigobert Dittmann (Bad Alchemy 114)

ADN